Weihnachten feiern
  Weihnachten feiern
deutsche Weihnachtsgrüße
internationale Weihnachtsgrüße
Advent, Advent
Christbäume
Weihnachtskrippen

 
E-Mail, WhatsApp und SMS sind die Postkutschen des modernen Menschen. Sie transportieren vergängliche Zeichen, Einsen und Nullen, spontane Äußerungen. Wir finden diese Art, miteinander in Kontakt zu kommen, einerseits praktisch – doch auf der anderen Seite fehlt uns etwas. Ein echter Kontakt, etwas zum Anfassen und zum Erinnern. Weihnachten ist die perfekte Zeit, so etwas zu erschaffen. Halte inne, und schreib mal wieder!

 
 
 
 Der Dachbodenfund
 
Jeder, der über 30 Jahre alt ist, hat irgendwo auf dem Dachboden, in seinem Keller oder hinten im Schrank einen Schuhkarton voller Briefe und Karten. Das raschelnde Papier kam von Brieffreunden, Liebesaffären und großzügigen Verwandten, die den einen oder anderen Geldschein zwischen den bunt bedruckten Deckeln einer Glückwunschkarte verbargen. Die Umschläge tragen exotische Briefmarken und lustige, kleine Extranotizen neben dem Absender.
Wird ein solcher Karton beim Aufräumen oder bei einem Umzug gefunden und durchstöbert, dann wird das Herz auf eine besondere Weise angerührt. Es müssen nicht einmal die eigenen Briefe sein – so mancher wurde schon in eine andere Zeit katapultiert, weil er die Korrespondenz zweier Liebender gefunden und sich in ihr vertieft hat. Soll es so etwas tatsächlich nie wieder geben? Sollen die entsorgten Kistchen voller Erinnerungen aus Tinte und Pergament die letzten gewesen sein?
 

Briefe haben nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt
 
Schiller schrieb philosophische Briefe und tauschte sich rege mit Goethe aus, diese, und die Korrespondenzen zwischen Kafka und Milena Jesenská oder Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze sind nur einige Beispiele der großen Bedeutung von Briefen für den literarischen Betrieb. Der siebte Brief, ein Werk aus dem alten Griechenland, das Platon zugeschrieben wird, wird sogar nach Hunderten von Jahren noch aufbewahrt und ausgestellt. Das ist so, weil ein handgeschriebener Brief eines der authentischsten Zeugnisse ist, das ein Mensch abgeben kann. Er erlaubt einen Blick in das Denken dieses Menschen und in seine Zeit. Aus diesem Grund haben auch Briefromane nichts von ihrer Faszination eingebüßt, weil sie es erlauben, unmittelbar in die Gefühls- und Gedankenwelt der fiktiven Figuren einzutauchen.
Wollen wir nicht wieder beginnen, unsere eigene Geschichte aufzuschreiben und unsere Innenwelt mit ganz besonderen Menschen zu teilen? Es ist nicht nur ein wunderbarer Genuss, einen handgeschriebenen Brief zu bekommen, den Umschlag mit einem eleganten Brieföffner aufzuschneiden, das knisternde Papier zu fühlen und die Verbundenheit mit dem Schreiber zu fühlen, während man seine persönlichen Zeilen liest – es ist auch eine großartige Angelegenheit, selbst das Wort an einen anderen Menschen zu richten. 
 
 
Man muss kein Schriftsteller sein, um zu schreiben
 
Natürlich ist nicht jeder ein Schiller oder Kafka, und das ist auch nicht nötig. Es geht auch nicht darum, ein literarisches Meisterwerk zu verfassen. Der eigentliche Wert des Briefeschreibens liegt im Schreiben selbst, denn man muss innehalten, zur Ruhe kommen, überlegen. Niemand kann in hektischer Verfassung einen Brief schreiben, das Schreiben entschleunigt.


Das beginnt schon damit, dass man das passende Papier aussucht oder im Geschäft nach der perfekten Karte forscht. Nimmt man ein weißes Papier aus dem Drucker oder gibt es in der Schreibtischschublade sogar noch ein echtes Briefpapier? Macht man sich vielleicht auf den Weg in die Stadt, um ein schönes Papier mit passenden Umschlägen zu kaufen? Man legt den Bogen zurecht, schraubt den Füller auf. Wann hat man eigentlich das letzte Mal mit der Hand geschrieben? Bei den meisten dürfte es eine Weile her sein. Nun geht es um den Inhalt. Man stockt. Was wollte man eigentlich sagen? Man spürt, dass die geschriebenen Worte ein anderes Gewicht haben, sie sind greifbar, wahrhaftig und dauerhaft. Einmal aufgeschrieben, lassen sie sich nicht einfach löschen. Durch das Schreiben bekommen die Gedanken eine Gestalt. Und vor allem: Man ist schon beim Verfassen mit dem Empfänger des Briefes verbunden, an den man beim Schreiben denkt. Man schreibt nämlich nie für sich selbst, sondern ist immer auf den anderen ausgerichtet.


Was soll ich schreiben?
 
Das Schreiben mit der Hand macht uns wahrhaftig. Im Vergleich zur schnellen, beliebigen und vergänglichen Kommunikation auf elektronischem Wege lässt es uns die Zeit, unsere Gedanken in Ruhe zu formulieren, unsere Anliegen zu entwerfen und unsere Gefühle zu skizzieren. Was genau verbindet einen mit dem Menschen, an den man gerade schreibt? Während man die gemeinsame Zeit Revue passieren lässt, kommen die Worte wie von selbst und fließen auf das Papier. Man kann nicht nur seine Meinung zur aktuellen Lage ganz in Ruhe ausbreiten, auch gute Wünsche und die ausdrückte Anteilnahme bekommen auf dem Papier ein ganz anderes Gewicht. Der Empfänger des Briefes freut sich sicherlich auch, etwas aus dem eigenen Leben zu erfahren und zu hören, wie es einem wirklich geht. Einen Brief schreibt man an einen besonderen Menschen, an jemanden, dem man wirklich etwas zu sagen hat. Wer es einmal ausprobiert, wird überrascht sein, wie gut sich das anfühlt und wie es das eigene Denken, den Blick auf die Dinge, von denen man schreibt, verändert. Man betrachtet sie intensiver, nimmt sich mehr Zeit und tritt damit einen Schritt aus diesem hektischen Leben heraus, das uns täglich mit sich reißt. Die Weihnachtszeit ist dafür wie gemacht, denn sie soll uns die Möglichkeit bieten, zur Ruhe zu kommen – was von Jahr zu Jahr weniger zu gelingen scheint.
 
 
Die Karte: der kleine Brief
 
 Eine ideale Ergänzung oder auch ein Ersatz für einen Brief ist eine handgeschriebene Karte, die in einem besonders hübschen Umschlag verschickt wird. Die Weihnachtskarten haben eine besonders lange Tradition, die leider in manchen Gegenden verloren geht.
Eine Weihnachtskarte kann man selbst basteln oder verzieren und macht sie dadurch zu einem persönlichen Highlight. So mancher Verwandte freut sich über eine persönliche Nachricht mehr, als über ein teures Geschenk. Natürlich ist es angebracht, ein paar Zeilen mehr als nur den obligatorischen Wunsch für frohe Festtage hineinzuschreiben. Hübsche Verse rund um die Weihnachtszeit gibt es bei mein-wahres-ich.de. Hier findet man nicht nur den passenden Spruch für eine Einladung oder einen lieben Weihnachtsgruß, sondern auch witzige Sprüche, die dem anderen ein Schmunzeln entlocken.
 
Wir können nur raten, es mit dem Schreiben einmal zu versuchesen. Es wäre doch wunderbar, wenn es auch weiter Schuhkartons voller Erinnerungen auf Dachböden zu finden gäbe!
 

Nikolaus zu mieten
Weihnachtsmann zu mieten
originelle Weihnachtsgeschenke
persönliche Weihnachtsgeschenke
Weihnachtsgeschenk christlich
 
deutsche Weihnachtslieder
 
 Weihnachtsgeschichten und Gedichte
 
Weihnachten Ausmalbilder & Basteln mit Kinder  
 
Weihnachtsbäckerei 
 
Weihnachtsseiten
SiteMap
Schreib mal wieder! Ein Plädoyer für die langsame Art der Kommunikation
Kontakt
Link zu uns
Home