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Wahre Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken

Eine Weihnachtsgeschichte, wie es früher einmal war

 Weihnachten anno 1962 / 1937
Gedanken an die Erlebnisse im Krieg 1938-45
Alois Keiblinger

   Kapitel 5: Die Kriegsjahre


Die Petroleumlampe, die über dem Küchentisch hängt, wirft ein rußig-diffuses Licht in den Raum. Über dem Tisch ist das Licht einigermaßen brauchbar, in den Ecken des Raumes ist es jedoch stockdunkel, zusätzlich projizieren die Schatten der um den Tisch sitzenden Kinder ein gespenstisches Bild an die umliegenden Wände.

Es ist ein Samstagnachmittag im Frühjahr 1962. Die gesamte Familie befindet sich in der Wohnküche.

Im Herd brennt mit leisem Knistern ein Feuer welches nicht nur wärmt sondern auch durch den leichten Holzrauchgeruch eine wohlig-warme Atmosphäre schafft. Die Mutter sitzt an der fußbetriebenen Nähmaschine und ist mit dem Umnähen einer zu klein gewordenen Hose beschäftigt. Die große 12-jährige Schwester Helen hat am Tisch Platz genommen und ist in ein Buch vertieft. Ab und zu wirft sie einen Blick auf das Gitterbett in dem die 11 Monate alte Schwester Elisabeth - von allen nur Mädi genannt – schläft. Der jüngste Familienzuwachs ist das Nesthäkchen der Familie, war durch ihre Frühgeburt stark untergewichtig und musste einige Zeit im Brutkasten verbringen.

Es war sprichwörtlich auf des Messers Schneide gestanden, ob sie überhaupt überleben würde.

Die Mutter hatte sich anschließend große Vorwürfe gemacht, sie gab sich die Schuld an der Frühgeburt, denn sie hatte als Hochschwangere Wäsche gewaschen -  im Winter, im eiskalten Bachwasser. Irgendwer hatte es tun müssen, sie als Hausfrau hatte sich dazu verpflichtet gefühlt.

    Etwas abseits hat der 4-jährige Burli ein ruhiges Eck gefunden, wo er in Ruhe mit den Bauklötzen aus Holz spielen kann, die sie zu Weihnachten bekommen hatten.

Die 3 Buben Otto, Luisi und Fritzi balgen übermütig mit dem am Küchenboden liegenden Vater herum.

Die Mutter blickt von ihrer Arbeit auf und überfliegt diese  - ihre Familie – mit einem prüfenden Blick.

Ja, die Familie ist recht zahlreich geworden. Inzwischen gibt es 8 Personen im Haushalt: die Eltern und 6 Kinder. Sie haben lediglich 2 Räume zum Wohnen: eine Wohnküche mit ca. 20 m² und ein Schlafzimmer mit ca. 22 m², für die große Familie viel zu wenig.

Die Kinder müssen zu zweit und zu dritt in einem Bett schlafen, das ist unzumutbar, vor allem da sie immer älter werden.

In der Forstverwaltung hatte man versprochen im kommenden Sommer ein Zimmer anzubauen. Und man werde von einer nahegelegenen Wiese eine dort befindliche Quelle  nutzbar machen. Man wird das  Wasser in einer neu zu errichtenden  Brunnenstube auffangen und eine Wasserleitung bis zum Haus verlegen. Zwar nicht ins Wohnhaus, aber immerhin bis zur Waschküche.

Vergangenen Sommer war der Stromanschluss hergestellt worden. Was für eine Erleichterung für die Hausfrau. Nicht nur, dass man jetzt nur einen Schalter betätigen muss, um einen Raum zu beleuchten; vieles lässt sich mit dieser Energieform leichter betreiben,  inzwischen hatten sie auch schon eine elektrische Wäscheschleuder  -  und ein Radio und damit waren sie nicht mehr so von der Umwelt abgeschnitten. Und die Mutter kann auch nachts im Licht der Glühlampe noch nähen, stopfen und stricken wenn es draußen schon lange dunkel ist.

Mit dem Strom hatten sie auch Nachbarn bekommen. Am Grund nebenan war ein Holzhaus errichtet worden, das von den Eigentümern am Wochenende benutzt wird.

Ja, schön langsam geht es aufwärts  - denkt die Mutter hoffnungsfroh.

 Heute hat der Papa ausgezeichnete Laune und lässt einiges mit sich anstellen. Am Wochenende war er in letzter Zeit immer öfter betrunken, dann war er ungenießbar, streitsüchtig und grob.

Aber heute nicht, heute lässt er es zu, dass die Buben gemeinsam versuchen ihn niederzuringen, mit vereinten Kräften danach trachten einen seiner Arme auf den Boden zu drücken. Es macht ihm sichtlich Spaß, seinen Söhnen seine geballte Kraft zu demonstrieren.  Jedesmal wenn sie kurz davor zu sein glauben, seinen Arm auf dem Boden fixieren zu können, dann spannt er seinen muskulösen Oberkörper an und befreit sich von der Umklammerung der 9,8,u.7 Jahre alten Buben.

Otto, den ältesten, fasziniert das Spiel der Muskel beim Vater.

„Papa, zeig uns doch mal was du für starke Oberarmmuskel hast! Lass deinen Bizeps mal richtig für uns tanzen!“

Der Vater zieht bereitwillig sein Hemd aus und zeigt  den staunenden Buben das Spiel seiner Muskeln. Fasziniert betrachten sie den von harter Arbeit gestählten Körper.

Plötzlich sieht Otto an Papas Oberarm eine große, runde Narbe.

„Was ist denn DAS Papa? Wie hast du dich denn hier verletzt?“

Der Vater wird sofort ernst „Das ist eine Kriegsverletzung“, sagt er kurz angebunden.

Doch das Interesse der Buben ist geweckt. „Bitte, bitte, erzähl uns wie das passiert ist!“, betteln die Buben, „und hast du auch zurückgeschossen? Hast du vielleicht sogar jemanden getötet?“

„Der Krieg ist alles andere als schön. Da passieren Dinge, die man in Friedenszeiten nicht für möglich hält. Man hat uns auch nicht gefragt, ob wir das tun wollen was wir taten. Wir hatten Befehle auszuführen, und niemand fragte, ob wir das für richtig hielten.

Ich hatte ein schweres Maschinengewehr zu bedienen, es war meine Aufgabe zu schießen, den Feind abzuwehren. Bei den mehreren Hunderttausend Schuss, die ich während meines Kriegseinsatzes abfeuerte, muss ich davon ausgehen, dass ich bestimmt für einige Dutzend Tote verantwortlich bin. Für mich ging es auch nie darum jemanden zu töten, sondern es ging für mich ausschließlich darum zu überleben. Es ging immer um die Frage: entweder er oder ich. Entweder erschieße ich den Feind, oder der Feind erschießt mich!“

 Otto, der älteste der Buben, will alles genau wissen: „Wieso bist du überhaupt zum Militär gegangen, wenn du gar nicht schießen wolltest?“

Der Vater merkt, dass er um die Geschichte nicht herumkommt. Er erzählt nicht gern davon, weil er weiß, dass die Vergangenheit ihn belastet. Nun gibt er sich aber einen Ruck und beginnt zu erzählen:

 „Als ich 1921 zur Welt kam, war eine schwierige Zeit. Der 1.Weltkrieg war eben erst vorbei, eine hohe Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut bestimmten das tägliche Leben. Das Land und die Menschen waren ausgeblutet, ein großer Teil der Bevölkerung verarmt. Auch meine Eltern waren arbeitslos und ausgesteuert worden, das heißt sie bekamen kein Arbeitslosengeld und keine Unterstützung vom Staat. Sie hatten schon 3 Kinder und so gaben sie mich im Alter von 3 Jahren, als ein weiteres Kind zur Welt kam, zu Verwandten nach Südtirol nahe Bozen.

Dort hatte ich einen Onkel – das war ein Bruder meiner Mama – der einen Bauernhof und somit auch ausreichend zu Essen hatte.

Ich wuchs dort auf und wurde schon als kleines Kind als Almhirte  eingesetzt.

Die Geschichten aus der damaligen  Zeit, muten heute unglaublich an. So war es dort üblich, nur 2x im Jahr Brot zu backen. Das Brot gab es in Scheiben  -  ähnlich dem heutigen Fladenbrot  -  es war steinhart  und konnte mit dem Messer nicht geschnitten werden - es wurde gebrochen. Aus Milch wurde Käse gemacht,

Butter und Sterz ergänzten den Speiseplan. Zu Essen gab es ausschließlich Produkte aus der eigenen Landwirtschaft und immer  zu wenig,  sodass ich ständig Hunger hatte. Gegessen wurde aus einem einzigen Topf in der Mitte des Tisches, von dem sich jeder  mit dem Löffel bediente.

Die ersten Schuhe bekam ich mit 7 Jahren, als ich zur Schule musste. Der Schulbesuch  wurde allerdings nicht wichtig genommen, die Kühe auf der Alm, die ich zu beaufsichtigen hatte, waren  wichtiger. Da ich selbst auch wenig Lust auf Schule hatte, die noch dazu  weit weg war, lernte ich nie richtig Lesen u. Schreiben.

Wohl fühlte ich mich nur auf der Alm, wo die Tiere den Sommer über verbrachten. Als kleiner Bub, brach ich mir einmal den Fuß. Arzt wurde keiner  konsultiert, eine einfache Holzlatte wurde als Schiene verwendet und mit einem Stück Stoff an  das Bein gebunden. So humpelte ich wochenlang herum.

Eine behütete Kindheit hatte ich mit Sicherheit nicht, man ließ mich spüren, dass ich gnadenhalber durchgefüttert wurde. Als ich alt genug war, nahm ich die erste Gelegenheit wahr,  um abzuhauen und zu meinen Eltern nach Purkersdorf zu kommen.

Das war 1937 und ich war 16. Ich verdingte mir unterwegs bei Bauern als Knecht den  Lebensunterhalt und so dauerte es ein ganzes Jahr bis ich 1938 in Purkersdorf bei meinen  Eltern ankam. Diese hatten selbst genug Probleme und waren über meine Ankunft alles andere als  erfreut.

 Inzwischen war Hitler in Österreich einmarschiert. Als dann Tschechien besetzt wurde und der Polenfeldzug begann, meldete ich mich mit 17 freiwillig zur Wehrmacht. Die Kameradschaft beim Militär faszinierte mich und ich hatte das Gefühl, dazuzugehören, gebraucht zu werden. Dort war ich jemand – akzeptiert und geachtet, erst beim Militär habe ich eine Persönlichkeit entwickelt.

In einem 3wöchigen Schnellkurs wurde ich ausgebildet.

Ich war in Russland bei der Infanterie an der vordersten Frontlinie. Gemeinsam mit      2 Kameraden gehörte ich einer bespannten Einheit an, wir hatten ein schweres Maschinengewehr zu bedienen und dieses incl. Munition am Vormarsch zu transportieren. Dazu standen uns ein Pferd und ein Einachswagen zur Verfügung.

Dieses Pferd – eine Haflingerstute die ich Liesl nannte – ist mir im Laufe der Zeit richtig ans Herz gewachsen.“

Die Kinder waren schon ungeduldig. Sie wollten endlich die Geschichte von der Verwundung hören. Es war wieder Otto, der seine Ungeduld nicht bremsen konnte:

„Aber wie ist es zu deiner Verwundung gekommen?“

 „Eines Tages waren wir hinter einem Bahndamm in Stellung gegangen, gegenüber waren russische Panzer aufgefahren. Ich lag mit meinem Karabiner auf Sicherungsposten als ich sah, wie bei einem der Panzer der Panzerkommandant die Luke oben öffnete um besser ein Ziel  auszumachen. Ich legte schnell an und drückte ab. Bald darauf ließ man von der Panzerbodenluke einen Toten rausfallen.

Am Tag darauf lag ich wieder an derselben Stelle auf Posten. Ich  sah gegenüber eine Bewegung zwischen den angrenzenden Bäumen. Ich beugte mich etwas aus meinem Schützenloch um besser sehen zu können. Da machte es RATSCH und ich spürte einen Schlag am Oberarm, erst dann hörte ich den Knall des Schusses. Als  ich das Blut fließen sah, realisierte ich, dass ich getroffen war, zu meinem Glück war es ein glatter Oberarmdurchschuss. Ich kam ins Lazarett, dort wurde mir der Wundkanal mit einem runden Stechwerkzeug - ähnlich einem alten Kartoffelschäler - gereinigt. Das anschließende Rehabilitationslager  in Deutschland war wie ein Urlaub. Zum Abschluss gab’s noch  14 Tage Heimaturlaub.      

Anschließend ging`s wieder an die russische Front.

Am schlimmsten sind die Bilder, die sich im Laufe der Zeit in meinem Kopf eingebrannt haben. Kameraden, die von einem Moment zum anderen das Leben verloren. Freunde, die schwerst verwundet wurden, denen Arme und Beine abgerissen wurden, denen Granatsplitter die Bauchdecke aufgerissen hatte und denen die Gedärme raushingen und die wussten, dass sie langsam verbluten würden. All das Elend der Verletzten zu sehen, das war am schrecklichsten. Ich hoffte immer, wenn ich schon sterben muss, dann sollte es schnell gehen.

Eines Tages war ich mit einem Spähtrupp unterwegs, insgesamt 10 Mann. Wir bewegten  uns dabei vor der Frontlinie, sollten feindliche Truppenstärke u. Position ausfindig machen. Dabei übersahen wir einen gut versteckten russischen Panzer. Dieser war  als  Heuschober getarnt, wie sie auf den Feldern rumstanden. Er gab seine Tarnung erst auf, als wir direkt vor ihm standen, mit einem „stoj“ wurde die Luke aufgerissen und mit dem Bug-MG das Feuer eröffnet.

Mein   Glück war, dass ich in der Kolonne ganz vorne war, durch den begrenzten Bewegungswinkel des eingebauten MG`s erreichte mich der Feuerstoß nicht mehr, nachdem ich mich sofort auf den Boden geworfen hatte.  Vom hohen Gras getarnt robbte ich auf allen Vieren, bis ich außer Sichtweite war. Von dem 10-köpfigen Spähtrupp kamen nur 3 zur  Einheit zurück. Als die Truppe am nächsten Tag vorrückte, fanden wir die plattgewalzten  Leichen der Kameraden. Der Panzer war beim Wegfahren noch mehrmals über  die leblosen Körper gerollt.

Mitgenommen hat mich auch die Erschießung von russischen Zivilisten. Manchmal wurden Exekutionskommandos gebildet um einheimische Saboteure zu erschießen, öfters befanden sich auch Frauen und Kinder darunter. Bei der Besetzung von russischen Dörfern gab es den Befehl, verbliebene Zivilisten zu erschießen um eine Gefährdung durch Sabotage u. Partisanentätigkeit zu vermeiden. Einige Kameraden hatten Spaß  an der Jagd nach Zivilisten, ich aber hab sie laufen lassen.

Meine Kameraden bekamen Feldpostbriefe und kleine Päckchen mit Lebensmitteln von ihren Familien zugeschickt. Ich bekam nie etwas von meiner Familie, das schmerzte mich sehr. Ich hab allerdings auch nicht geschrieben, denn ich konnte nicht schreiben. Meinen Sold jedoch hab ich nach Hause geschickt, die ganzen Kriegsjahre hindurch. Als ich nach dem Krieg aus der Gefangenschaft nach Hause wollte, hatte man keinen Platz für mich – in Wirklichkeit war ich war nie Teil dieser Familie.“

 „Papa, bitte erzähl weiter vom Krieg, wir wollen wissen was du noch alles erlebt hast!“

 „Irgendwann ist der Vormarsch zum Erliegen gekommen, wir hatten uns in Erdbunkern eingegraben.

In diesen Bunkern befanden sich je 5 Mann. Einer musste mittags immer das Essen von der Feldküche holen, dazu wechselte man sich ab. Eines Tages, als ich an der Reihe war und ich eben in der Feldküche beim Essen ausfassen war, gab es in meinem Bunker einen feindlichen Volltreffer, als ich zurückkam waren alle Kameraden tot.“

 Wieder war es Otto, der alles ganz genau wissen will: „Wieso kann es sein, dass der Bunker keinen Schutz bot. War er nicht tief genug gegraben worden?“

 „Weißt du Otto, im Krieg gibt es immer wieder neue Waffensysteme. Die Artillerie der Russen bestand in erster Linie aus der bekannt-berüchtigten „Stalinorgel“. Das ist ein Geschütz, das eine Vielzahl von Abschüssen abgeben kann, ohne nachladen zu müssen. Die abgefeuerten Geschoße sind Explosivmunition und haben beim Aufschlagpunkt eine Sprengwirkung. Diese Wirkung lässt sich mit einem Erdbunker entsprechender Tiefe neutralisieren, weil die Flugrichtung der Geschoße waagrecht ist. Das entstehende typische Geräusch beim Abfeuern ist  …TSCHIN…TSCHIN…TSCHIN…TSCHIN…, dabei trifft das Geschoß auf, bevor man den Knall des Abschusses hört.

Der Treffer in unserem Bunker stammte allerdings von einem Granatwerfer, dessen Flugrichtung einer Hyperbel gleicht, das heißt, das Geschoß wird eher senkrecht abgefeuert und kommt auch fast senkrecht, das heißt von oben an -  und Erdbunker sind nun mal oben offen. Bei diesem Geschoß ist die Fluggeschwindigkeit deutlich langsamer ist als der Schall, somit hört man den Abschuss und deutlich später erst den Einschlag.- Das Geräusch dieses Geschützes ist: RATSCH-BUMM…

RATSCH beim Abschuss, BUMM bei der Aufschlagsexplosion. Es war jedesmal eine Erleichterung das BUMM nach einem RATSCH noch zu hören, denn dann wusste man, es hat anderswo eingeschlagen. Diese 2-4 Sekunden nach dem RATSCH waren immer mit der Frage verbunden: erwischt es jetzt dich?  Diese Geräusche verfolgen mich bis heute im Schlaf.

 Ein andermal wurde ein Stoßtrupp zusammengestellt der die Aufgabe hatte, aus den feindlichen Linien einen „Informanten“ rauszuholen, um ihn über die feindlichen Truppen zu „befragen“.

Ich war einer von 3 „Freiwilligen“. Nachts, im Schutz der Dunkelheit, robbten wir uns an die russischen Stellungen heran. Diese waren Erdbunker, die mit einem Graben in Zickzackform - zum Schutz gegen Splitter - verbunden waren.

Wir  sprangen in den Graben, ich voran. Einem Posten,  der dort Wache schob, rammte ich mein Bajonett in den Rücken, mit einem leisen Röcheln sank der Mann zu Boden. Rasch suchten wir den nächstgelegenen Bunker auf. Vier der fünf dort anwesenden Soldaten wurden sofort von uns erschossen, sie waren so überrascht, dass sie keine Zeit zum Reagieren hatten. Der fünfte – ranghöchste Soldat war zufällig ein Offizier, ein unglaublicher Glücksfall, denn die befinden sich selten an vorderster Frontlinie.

Mit ein paar brutalen Schlägen wurde der Gefangene schnell gefügig gemacht und er sich sofort seiner lebensbedrohlichen Situation bewusst. Wir packten den Mann, warfen ihn aus dem Graben und verließen schnell mit ihm im Schlepptau, robbend das Gelände.

      Durch unsere abgegebenen Schüsse war  der Überfall entdeckt und gleich das Feuer eröffnet worden. Leuchtraketen wurden abgefeuert, das ganze Gelände taghell beleuchtet. Schwere Geschütze feuerten was das Rohr hielt, man wollte unbedingt verhindern, dass wir mit dem lebenden Gefangenen entkamen. Man entdeckte uns zum Glück nicht, und es war mehr Zufall, dass man uns trotz dichtem Beschuss auch nicht traf. Zu allem Überfluss hatte der arme Mann aus Angst in die Hose gemacht, wir musste uns dieser entledigen.

 Die Deutschen  waren auf das Feuer vorbereitet und  unsere Geschütze feuerten aus allen Rohren zurück. Jedenfalls kehrten wir wie durch ein Wunder unversehrt zu den deutschen Linien zurück.

Als Belohnung bekam ich das „Eiserne Kreuz“ verliehen und  2 Wochen Heimaturlaub.“

 Luisi will es genau wissen: „Was geschah mit dem Gefangenen eigentlich, und was wäre wenn er nichts verraten hätte?“

 Der Vater sieht den Sohn tief in die Augen: „Glaub mir, der hat geredet. Der redete wie ein Wasserfall, denn unsere Leute von der SS konnten sehr überzeugend sein!

 Zurück an die Front ging’s dann mit dem Flugzeug - durch Absprung mittels Fallschirm.

 Irgendwann im Winter 1942 wurden wir eingekesselt und zwar im Kessel Demjanks. Wir froren schrecklich, hatten nichts zu Essen und waren vollkommen verlaust. Als die Umkesselung  gesprengt werden konnte, kesselten wir unsererseits Teile der russischen Truppen ein.

Da gab es ein Waldstück, in dem an die 2000 Russen von der Versorgung abgeschnitten wurden. Nach Ende des Winters, als dann das Waldstück erobert wurde, war kaum jemand mehr am Leben. Und die, die überlebten, hatten sich vom Fleisch der verstorbenen Kameraden ernährt.

Aber auch unsere Versorgungslage wurde immer miserabler. Es gab kaum mehr ausreichenden Nachschub an Ausrüstung, selbst die Verpflegung war mehr als mangelhaft. Immer wieder wurden unsere Nachschublinien unterbrochen. Wenn dann wieder Nachschub durchkam, waren oft die lächerlichsten Dinge dabei, wie Damenmäntel oder so rosa Muff, die Damen der Gesellschaft statt Handschuhe tragen.

Aber ich hab mich immer mit dem Notwendigsten eindecken können, und wenn ich die Sachen den gefallenen Kameraden auszog, oder den toten Russen. Gleichzeitig musste ich auch mein Pferd versorgen, im Winter war es sehr schwer für die arme Liesl ausreichend viel Heu zu finden.

Die Kälte und der viele Schnee machte uns zu schaffen. Für die Russen war das nichts Ungewöhnliches und sie waren uns dadurch überlegen. Sie robbten oft unter dem Schnee bis an unsere Stellungen heran und starteten dann einen Überraschungsangriff.

Manchmal wurden sie auch von ihren Vorgesetzten wie Vieh direkt in das Feuer unserer Maschinengewehre getrieben und starben reihenweise vor unseren Stellungen. Aber je mehr starben, umso mehr kamen nach – sie kamen wie die Ameisen, einzeln nicht wirklich gefährlich, in dieser unglaublichen Masse an Menschenmaterial aber nicht zu besiegen.

Sie lagen dann draußen rum, zu den bizarrsten Figuren gefroren - diese Bilder des Grauens kann ich bis heute nicht aus meinem Gedächtnis löschen.

    Im  Laufe des Krieges hatte ich alle meine Kameraden verloren, sie waren einer nach dem anderen gefallen. Was von meiner Einheit übrigblieb, war ein versprengter, zusammengewürfelter Haufen von ganz Jungen oder ganz Alten.

 Gegen Ende des Krieges wurden wir wieder eingekesselt, wir versuchten einen Ausbruch, dieser misslang. Bei den darauffolgenden Wirren, der ein  Rückzug sein sollte, ging’s dann drunter und drüber.

Ich war Obergefreiter und für mein Pferdegespann zuständig. Als der Nachschub über einen längeren Zeitraum vollständig ausblieb, ging den motorisierten Einheiten der Treibstoff aus und sie mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen.

Reihenweise standen an der Rückzugslinie Militärfahrzeuge, Transporter, Panzer und Geländefahrzeuge, denen der Sprit ausgegangen war.

Als ich so  - mit meiner Liesl am Zügel - marschier, seh‘ ich mitten am Weg ein Geländefahrzeug stehen. Davor steht ein deutscher Offizier und sieht mich mit meinem Gespann auf sich zukommen.

Ich ahnte instinktiv, dass sich etwas Unangenehmes tun würde, darum drehte ich den geschulterten Karabiner schon mal vorsorglich von der üblicherweise senkrechten Rückenlage in eine nahezu waagrechte Bauchlage.

Als ich beim wartenden Offizier vorbeimarschieren wollte, salutierte dieser kurz auf und schnarrte mit befehlsgewohnter Stimme: „Soldat, ich beschlagnahme hiermit dieses Pferdegespann. Ich benötige es für den Weitertransport wichtiger Gegenstände!“

 „Wieso kann dir dieser Mann einfach dein Pferd wegnehmen?“, fragt Otto sichtlich gefesselt von der Geschichte.

 „Eigentlich war es ja nicht mein Pferd. Es war Heereseigentum, ich hatte nur die Betreuung übernommen. Aber es war das einzig Wertvolle, das mir geblieben war. Ich hatte zu dem tauben, alten Gaul eine innerliche Beziehung aufgebaut. Und ich hatte eine Wahnsinns-Wut  im Bauch auf diese rücksichtslosen, sadistischen Vorgesetzten und ihre unsinnigen Befehle, die uns den Tod brachten. In dieser Situation fühlte ich mich nur meiner Liesl verpflichtet – sonst niemandem!

Ich war fest entschlossen, mein Pferd nicht aufzugeben: „Mein aktueller Befehl widerspricht Ihrem Wunsch! Haben Sie einen schriftlichen Befehl des Truppenkommandanten, dem ich Folge leisten muss?“

Das Gesicht des Mannes verzog sich zur Grimasse. „Ich bestehe darauf, dass Sie mir sofort das Gespann aushändigen, ansonsten werde ich Sie wegen Befehlsverweigerung vor ein Kriegsgericht stellen!“

Inzwischen waren auch andere Soldaten stehengeblieben und beobachteten das Geschehen. Der Offizier erkannte, dass er keine Möglichkeit mehr hatte, nachzugeben, er hätte sich vor den Soldaten lächerlich gemacht.

Ich war brenzlige Situationen gewohnt, der Krieg hatte mich abgestumpft und jede Art von Mitleid in mir war so gut wie tot. Der Erhaltung meines Lebens hatte ich alles unterzuordnen gelernt. „ Den Teufel werde ich tun, du bekommst mein Gespann nicht!“, meine Antwort ließ dem Offizier praktisch keine Wahl.

Ich sah, wie der Offizier langsam die Lederschleife des Pistolenhalfters löste, um die Waffe ziehen zu können. Ich aber hatte meinen Karabiner schon schussbereit wie zufällig auf ihn gerichtet, mit einem leisen Klick legte ich den Sicherungshebel um. Wild vor Zorn riss der Offizier seine Waffe aus dem Halfter: „ Ich sagte sofort! Überlassen Sie mir sofort das Gespann, sonst ….

Mein Schuss traf ihn mitten auf die Stirn unterhalb des Helmrandes. Sein Kopf wurde durch den Kugeleinschlag wie von einer unsichtbaren Faust nach hinten gerissen. Sein Blick, der kurz zuvor noch wilden Zorn ausgestrahlt hatte, schien das Unfassbare seines letzten Atemzuges widerzuspiegeln.

Er war tot, bevor er noch am  Boden lag.

Rundherum standen die Zeugen dieser unglaublichen Begebenheit.

Normalerweise wäre ich sofort standrechtlich hingerichtet worden, in diesen Rückzugswirren dachte aber jeder nur noch an sich. Gleichzeitig hegten alle einen Groll gegen die oberen Reihen der Befehlskette und hatten mehr als Genugtuung bei diesem Geschehen empfunden. Gemeinsam legten wir den Toten auf sein steckengebliebenes Fahrzeug, das gleichsam zum Symbol seines zu Ende gegangenen Lebens wurde.

 Drei Tage später war Endstation. Es gab keinen Ausweg mehr, rundherum hatten die Russen einen Gürtel gebildet, den sie immer enger zusammenzogen.

Ich versteckte mich unter einem Heuschober und schlief ein. Als ich erwachte, drangen russische Stimmen an mein Ohr, dann wieder deutsche. Schnell entfernte ich alle Abzeichen und Medaillen, die ich erhalten hatte und kletterte mit erhobenen Händen aus meinem Versteck. Damit begann meine russische Gefangenschaft aus der ich erst 1947 zurückkehren sollte.“

 „Was geschah eigentlich mit deinem Pferd, der Liesl?“ will Luisi unbedingt noch wissen.

 „Das weiß ich leider nicht, den Gaul haben sich aber sicher die Russen genommen. Ich hab sie freigelassen, kurz bevor ich mich versteckte und hab sie nie wieder gesehen.“

 „Und wie war es in der Gefangenschaft?“, fragt der kleine Fritzi neugierig.

 „Das war so schrecklich, darüber will ich gar nicht reden. Täglich starben viele Gefangene an Unterernährung, Ruhr und Typhus. Es gab hauptsächlich Wassersuppe und ein Stück hartes Brot, manchmal gar nichts. Und wir mussten schwere Arbeit in einem Kohlebergwerk verrichten. Von den vielen tausend Gefangenen haben lediglich ein paar hundert überlebt. Da sind Dinge vorgefallen, unfassbar und unmenschlich…   dem Vater versagt die Stimme. Er steht auf und geht hinaus an die frische, kalte Luft. Die Kinder sollen nicht sehen, dass er bitterlich zu weinen begonnen hatte -  und er nichts dagegen tun kann. Die Vergangenheit war wieder da, frisch und schmerzhaft!

Luisi hatte aufmerksam zugehört.

Später waren die Kriegserlebnisse seines Vaters viele Jahre lang Mittelpunkt seiner Gedanken. Immer wieder versetzte er sich in die Situationen des Vaters während der  Kriegsjahre, hat seine Ängste, seine Wut  und sein Entsetzen gedanklich durchlebt.

Er hat sich geistig an seines Vaters Stelle unter schwerem Artillerie-Beschuss befunden, hat die vielen Toten und verwundeten Kameraden und das viele Blut gesehen, hat die Hoffnungslosigkeit der tödlich Verletzten  und ihre Erkenntnis der Sinnlosigkeit ihres Opfertodes hautnah durchlebt.

Er hat sich als ausgelieferter, hungernder Gefangener im Kohlebergwerk und als im Stich gelassener Sohn einer lieblosen Mutter gefühlt.

Irgendwann sind dann die Bilder der toten Russen in seinem Kopf hängengeblieben. Jede einzelne dieser „Kreaturen“  mit einer Geschichte, einer Familie, einem Bewusstsein behaftet.

Viele Jahre später hat dann das Leid der toten russischen Soldaten  und das Leid ihrer Familien eine Erkenntnis bei Luisi ausgelöst:

Vater war im Unrecht – und er hätte es erkennen müssen!

Niemand hat das Recht in ein fremdes Land mit Waffengewalt einzudringen!

Niemand muss und darf den Befehl eines Vorgesetzten befolgen, der darauf abzielt, Menschen anderer Nation, Rasse, Religionszugehörigkeit oder Minderheit nur wegen ihrer Herkunft oder ihres Glaubens zu schikanieren oder zu töten.

Und niemand sollte sich von populistischer Propaganda in die Irre führen lassen!

 Irgendwie war der Vater ein Opfer des Krieges geworden, ein schneller Tod durch eine feindliche Kugel war ihm nicht gegönnt gewesen.

Stattdessen war er zum Überleben verurteilt, zerbrochen vom Krieg und unfähig mit den Kriegserlebnissen fertigzuwerden.

Der Glaube an die Unfehlbarkeit der Obrigkeit war ihm abhanden gekommen, damit aber auch die Fähigkeit, sich jemanden unterzuordnen. Nach seinem Verständnis gab es für ihn nur noch seine eigene Befindlichkeit.

Die Zeit heilt viel, bei ihm hat sie zur Heilung nicht gereicht. Um seine Kriegserlebnisse zu verdrängen, ist er mehr und mehr der Macht des Alkohols verfallen.

 Der Vater hat sein Unrecht Zeit seines Lebens nicht eingesehen; doch hätte er seine Schuld während des Krieges erkannt, dann hätte er - sehr wahrscheinlich - nicht überlebt!

Im Laufe des Sommers wird die Mutter immer wieder von den 3 Buben genötigt, mehr von den Familienverhältnissen des Vaters und von den Kriegsereignissen zu erzählen. Otto, Luisi und Fritzi möchten möglichst viel von der Situation des Krieges und von den Umständen die dazu führten, wissen.

Also beginnt die Mutter zu erzählen: „Euer Papa hatte zwei Schwestern, welche älter als er waren, aber auch einen Bruder. Dieser war um 2 Jahre jünger als Papa und war das Nesthäkchen der Familie. Wegen der wirtschaftlichen Not wurde euer Vater nach Südtirol zu - für ihn - fremde Menschen abgeschoben. Soviel ich weiß, hatte ihn die Mutter dort in all den Jahren nur ein einziges Mal besucht.

Gleichzeitig aber wurde der kleine Bruder zu Hause von Mutter und Vater umhegt und verhätschelt. 

Euer Papa hatte ihn nicht wirklich gekannt, er muss jedoch wahnsinnig eifersüchtig auf ihn gewesen sein.

Wenn heute die Rede auf ihn kommt, spricht er immer sehr geringschätzig von ihm. Er begründet es damit, dass dieser Bruder bei Kriegsbeginn einfach nicht eingerückt war. Er sei feige und verweichlicht gewesen. Er hätte sein Vaterland verraten, weil er seiner Verteidigungspflicht nicht nachgekommen sei.

Dieser Bruder war beim Stellungstermin nicht eingerückt und von der Militärpolizei von zu Hause abgeholt und wegen Desertation vor ein Militärgericht gestellt worden. Dieses verurteilte ihn  zum Tod, anschließend wurde er begnadigt und in einem „Bewährungsbataillon“  zum Minenräumdienst abkommandiert. Dort wurden die Soldaten als menschliche Minensuchgeräte eingesetzt, die Überlebensrate war  im Durchschnitt nur einige Monate.

Euer Onkel starb bald darauf auf einem Minenfeld; ich hab keine Ahnung wann und wo.“

Ganz gebannt hören die Buben zu. Sie können es nicht fassen, dass sie einen Onkel durch eine solche Grausamkeit verloren haben.

„Wie kann man mit Menschen so umgehen? Dieser Onkel hat doch niemandem etwas getan“, meint Luisi fassungslos.

„Das war das politische System damals“, erörtert die Mutter, „jeder der das System ablehnte oder kritisierte, musste damit rechnen, verhaftet zu werden. Und es gab genug Leute, die sich Vorteile davon versprachen, wenn sie andere verrieten. Deshalb war jeder gut beraten, seine Meinung für sich zu behalten. Schon vor Kriegsbeginn, vor allem aber während des Krieges hat man Menschen mit jüdischer Abstammung in Konzentrationslager gesperrt, die meisten davon kamen darin um.

Im Krieg gab es aber auch Menschen die sich dem System aktiv verweigerten.

Die Bibelforscher zum Beispiel  - heute Zeugen Jehovas  -  verweigerten sowohl den Treue-Eid auf Hitler, als auch den Dienst mit der Waffe. Schon vor Kriegsbeginn wurden nahezu alle bekennenden Zeugen Jehovas als staatsfeindlich betrachtet und in „Schutzhaft“ genommen. Es wurde schon früh damit begonnen ihnen Arbeitsstellen, Häuser, Fahrzeuge oder Betriebsgenehmigungen zu entziehen.

Renten, Pensionen, Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe wurden ebenfalls verwehrt.

Müttern wurde das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen.

Die ersten Kriegsjahre 1939 und 1940 waren im KZ durch eine weitere Steigerung der Misshandlungen der Zeugen Jehovas geprägt. Mehrfach suchten sich SS-Führer einzelne Zeugen Jehovas heraus, um an ihnen eine Demonstration zu vollführen. Ziel war das Abschwören vom Glauben. Dieses Kräftemessen endete in der Regel mit dem Tod des Bibelforschers.

Dabei waren die Zeugen Jehovas die einzige Gruppe im KZ, die jederzeit durch das Leisten des Fahneneides dieses hätte verlassen können.

Sie taten es nicht, weil der Geist die Macht über ihren Körper übernommen hatte. Es gab keine Repressalien, die geeignet waren, sie vom Glauben abschwören zu lassen!

Jeder Außenstehende hat damals einen Zeugen Jehovas für geisteskrank gehalten, wenn er  - seiner geistigen Haltung wegen - die ganze Familie in Unglück und Tod stürzte.“

Die Kriegs-Erzählung des Vaters hatte in diesem Jahr für Luisi allerdings noch eine Überraschung parat. Denn irgendwann erzählt die Mutter, dass der im Krieg gefallene Bruder des Vaters Alois hieß.

Das hat ihn lange Zeit beschäftigt und auch gekränkt, weil der Vater ihn nach seinem Hassobjekt benannte.

Wie konnte ihm Papa den Namen jenes Menschen geben, dem er die Schuld dafür gab, dass er ohne Mutter aufwachsen musste? 

Oder war es einfach ein Zeichen der Ehrerbietung an den toten Bruder?

   
Weiterlesen: "Die Zuckerltante"

 

Diese besinnliche, alte Weihnachtsgeschichte beruht auf wahre Begebenheiten mit Ursprung in Österreich, Wien-Nähe  (Purkersdorf-Baunzen)
In diesem Kapitel verwendete Begriffe lokalen Ursprungs bzw. Fremdwörter übersetzt:

Demjanks = Kesselschlacht von Demjanks (Kampf im 2. Weltkrieg Anfang 1942 an der deutsch-sowjetischen Front südöstlichdes Ilmensees)

*HINWEIS! NICHT ALLE KAPITEL SIND FÜR KINDER UNTER 9 JAHRE GEEIGNET !

Diese wahre Weihnachtsgeschichte wurde unzensuriert publiziert wie vom Autor nacherzählt. Zwei Kapitel sind erst für Kinder ab 9 Jahre oder älter geeignet wegen "Gewalt" und "Sexuellen Handlungen":
Kapitel 5 "Kriegserzählungen"
und

"Kapitel 8 "Sexuelle Gewalt gegen Kinder"
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