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Tschilp

 von Barbara Pronnet  


Kling Glöckchen Tschilp Tschilp Tschilp

Helle Aufregung in der Familie am Weihnachtstag. Mama und Papa begrüßten gerade Oma und Opa die zum Feste kamen, als die fünfjährige Luna ihrem Kanarienvogel Tschilp noch schnell eine Apfelspalte in den Käfig legen wollte. Tschilp huschte durch die offene Käfigtüre an ihren kleinen Händen vorbei und flog Richtung Fenster, welches gerade noch zum Lüften geöffnet war.

Luna schrie wie am Spieß und rannte in den Flur und die ganze Familie war plötzlich hysterisch.

Alle redeten aufgeregt durcheinander bis langsam klar wurde was genau passiert war. Luna stand zitternd zwischen den Erwachsenen, in ihrem blauem Samtkleid, den Lackschuhen und den blonden Zöpfchen und heulte wie ein Schlosshund.

Papa: Mensch Luna, ich hab dir schon so oft gesagt, mach den Käfig nicht alleine auf. Dann ist auch noch das Fenster offen. Herrgott noch mal und das am Heiligen Abend.

Opa: Nana, jetzt setzen wir uns erst mal alle zum Christbaum und beruhigen uns. Tschilp wird es sicher draußen zu kalt werden und er kommt von alleine wieder zurück.

Oma: Luna, meine Süße, vielleicht ist Tschilp gar nicht rausgeflogen, wir suchen in Ruhe nach ihm aber jetzt kommt doch bald das Christkind.
Mama: Luna, beruhige dich. Wir setzen uns jetzt erst mal alle hin und dann überlegen wir, wo Tschilp sich versteckt haben könnte.

Die Erwachsenen warfen sich über Lunas Kopf verzweifelte Blicke zu.
Ausgerechnet zu Weihnachten flog der Kanarie weg.
Vielleicht ist er doch nicht aus dem Fenster raus, Luna war ja vorher schon in den Flur gerannt. Das arme Kind, ob die Geschenke sie jetzt noch trösten können?
Sie liebt Tschilp doch so sehr.
Wir suchen ihn, am besten gleich, es nutzt nichts, alles andere muss warten.
Auch das Christkind.

Kein Tschilp in der Küche, im Wohnzimmer, auf dem Balkon, nirgends, er konnte weiß Gott wo sein. Entweder entflogen und jämmerlich erfrierend oder verschreckt hinter der Schrankwand. Himmel nochmal.

Danach begab sich die Familie geknickt an den festlichen Esstisch. Daneben stand der Christbaum herrlich geschmückt und wartete auf seinen großen Auftritt.

Mama tischte das feine Essen auf und jeder tat so als ob es ihm schmeckte. Mittendrin Luna mit tränenverschmierten Wangen und leisen Schluchzern. Die Oma und Mama räumten den Tisch ab und brachten Plätzchen und Getränke. Jetzt sollte doch das Christkind kommen.

Ich will keine Geschenke, ich will Tschilp wieder haben, jammerte Luna.

Komm geh jetzt in die Küche, das Christkind will jetzt kommen und es hat heut viel zu tun,
sagte der Papa.

Luna wartete in der Küche mit gesengtem Kopf. Sie war untröstlich. Plötzlich wollte sie überhaupt nichts mehr. Es war alles ihre Schuld.

Dann bimmelte das Glöckchen. Luna trottete zurück ins Wohnzimmer. Da lagen die vielen Geschenke, der Christbaum leuchtete wunderbar und Lunas kleines Herz zog sich zusammen.

Die Familie wollte tapfer „Kling Glöckchen“ singen so wie jedes Jahr. Sie begannen etwas holperig, aber was war das? Ein zartes Zwitschern aus dem Christbaum, ganz leise, aber alle hatten es gehört, mischte sich in ihren Gesang.

Tschilp, schrie Luna voller Freude.

Die Familie schaute durch die strahlende Lichterkette, die leuchtenden Glaskugeln, ganz hinten im dicken Grün der Tanne saß Tschilp und äugte frech heraus. Der hatte sich die ganze Zeit still gehalten der kleine Piepmatz. Hielt wohl ein Nickerchen im duftenden Tann.

Papa griff sich sanft das kleine Vögelchen und streichelte ihm das gelbe Köpfchen. Schnell wurde Tschilp in seinen Käfig gebracht und er ließ sich gleich die Apfelspalte von Luna schmecken.

Die Oma streichelte die Wangen ihrer Enkelin.
Gell Luna, meistens ist das was wir bereits haben viel wertvoller, als dass, was wir noch bekommen werden.

Da war sie wieder, die wonnige Weihnachtsfreude in Lunas Augen und ihre Familie und sie konnten jetzt glücklich und erleichtert ihren Heiligen Abend feiern.

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Wir hoffen, dass dir diese kurze Weihnachtsgeschichte für Kinder über eine Biberfamilie gefallen hat.

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